Ayurveda-Küche für Einsteiger: Ghee, Kitchari, CCF-Tee und goldene Milch
Vier Basics tragen die halbe Ayurveda-Küche, perfekt für Einsteiger. Diese vier Ayurveda-Rezepte machst du mit Zutaten aus dem Laden um die Ecke, in weniger als einer halben Stunde.
Wie macht man Ghee selber?
Ghee ist geklärte Butter: das Gold der ayurvedischen Küche. So geht es: 250 Gramm Butter bei kleiner Hitze schmelzen und leise simmern lassen, ohne zu rühren. Der weisse Schaum obenauf wird abgeschöpft, das Wasser verdampft. Nach 15 bis 25 Minuten ist die Flüssigkeit goldklar und duftet nussig. Durch ein feines Tuch in ein sauberes Glas giessen. Ghee hält sich ungekühlt mehrere Wochen und eignet sich hervorragend zum Kochen und Braten.
Was ist Kitchari?
Der Eintopf aus Reis und geschälten Mungbohnen, das wohl bekannteste Gericht der Ayurveda-Küche: nährend, leicht verdaulich und beruhigend für den Bauch. Grundrezept: je eine Tasse Basmatireis und gelbe Mungbohnen (Mung Dal) waschen, mit einem Esslöffel Ghee und je einem Teelöffel Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma kurz anschwitzen, mit der vierfachen Menge Wasser weich kochen, salzen, mit gedünstetem Gemüse servieren. Kitchari ist die klassische Wahl für Entlastungstage.
Was ist CCF-Tee?
Der Verdauungstee aus Cumin, Coriander und Fenchel: je ein halber Teelöffel Kreuzkümmel-, Koriander- und Fenchelsamen auf einen Liter Wasser, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, absieben und über den Tag warm trinken. Mild, leicht süsslich und der einfachste Einstieg in die ayurvedische Kräuterküche.
Wie macht man goldene Milch?
Eine Tasse Milch oder Hafer- beziehungsweise Mandeldrink mit einem halben Teelöffel Kurkuma, einer Prise schwarzem Pfeffer (er verbessert die Aufnahme des Curcumins), etwas Kardamom und Muskat erwärmen, aber nicht kochen. Wer süsst, rührt Honig erst ein, wenn das Getränk nur noch trinkwarm ist: Erhitzter Honig gilt im Ayurveda als unbekömmlich. Ideal am Abend, mehr dazu im Schlaf-Ratgeber.
Welches Öl zum Kochen laut Ayurveda?
Zum Kochen und Braten: Ghee, hitzestabil und nährend. Für die kalte Küche und je nach Typ: Sesamöl (wärmend, gut für Vata), Kokosöl (kühlend, gut für Pitta) und sparsam eingesetzte Öle für Kapha. Stark verarbeitete Öle und wiederverwendetes Frittierfett gelten als Ama-Quellen.
Mehr aus dem Ratgeber
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt allgemeine Impulse aus der ayurvedischen Lehre und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Komplementärtherapie arbeitet ergänzend zur Medizin.